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Madeira

Madeira

Weinhaus  am StadtrandMadeira
Dirk Lehmitz
 



M A D E I R A

die Blumeninsel im Atlantik, Insel des ewigen Frühlings

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Das Weinhaus am Stadtrand



Wir möchten Ihnen mit diesen Zeilen die Insel Madeira näher bringen. Nicht, dass wir Ihnen den Reiseführer ersparen wollen – nein, wir reichen einen Teil unserer mehr als 30jährigen Erfahrung der Insel Madeira weiter. Insider-Tipps geben wir gern – für alles andere empfehlen wir fachkundige und ausführliche Reiseführer (z.B. Marco Polo, Merian, Abenteuer u. Reisen, Bruckmann Naturwanderführer etc).



Der Flug erfolgt entweder direkt von vielen deutschen Flughäfen bis Funchal/Madeira (Charter) oder Linie über Lisboa mit der TAP (Portug. Airline). Außerdem ist Funchal häufig Höhepunkt einer Schiffskreuzfahrt (besonderer Tipp: Silvesterfeuerwerk!

Für Newcomer empfehlen wir ein Hotel in Funchal bzw. in der näheren Umgebung. Sicherlich lauter und etwas hektischer – doch das pulsierende Leben auf Portugals Atlantikinsel ist in Funchal außerordentlich interessant.

Beschaulicher ist es dann schon in den Nachbarorten wie Canico, Machico oder sehr ruhig in Dörfern wie Calheita (neuer Yachthafen mit echtem Sandstand!) bzw. Ponta do Sol.



Bei erster Reise raten wir als Reiseziel insbesondere von der Nordküste (Sao Vicente oder z.B. auch Ponta Delgada) ab, hier ist es rauher und klimatisch lange nicht so angenehm wie im Süden der Insel.

Reisezeit ist das ganze Jahr über, dank des Golfstroms ist das Klima ausgeglichen und nie zu heiß (die wenigen Tage der feuchten Saharawinde ausgenommen) Tipp: April – Juli (traumhafte Vegetationszeit und dabei angenehme Frühsommertemperaturen).

 



Sie möchten Wandern?

Wanderungen entlang der Levadas (angelegtes Bewässerungssystem) sind die wirkliche Spezialität auf der Insel. Manche der Touren haben Hochgebirgscharakter und erfordern Kondition und entsprechende Ausrüstung. Nutzen Sie die Angebote der geführten Wanderungen, oder informieren Sie sich in fachlich kompetenten Reiseführern.

Als Transportmittel auf der Insel bietet sich der Bus (sehr preiswert) an, der fast stündlich in alle Richtungen verkehrt (aber nur bis zum frühen Abend!). Aber auch das Taxi ist bezahlbar und rechnet sich meistens schon bei 2 Mitfahrenden. Bei Touren über die Insel schließt man sich entweder Reisegruppen an oder man ordert an der Hotelrezeption einen deutschsprachigen Taxifahrer für eine ½ oder Ganztagestour (sehr empfehlenswert!). Wer sich den Mietwagen zutraut (die Straßen sind in gutem bis sehr gutem Zustand) sollte diese Möglichkeit wählen. Dank vieler moderner Tunnel fehlt jetzt aber der pikante Reiz manch wilder, ja fast halsbrecherischer Fahrt der früheren Jahre. Tipp: auf dem Weg nach Porto Moniz immer einmal die neuen Tunnel meiden – die alte Straße direkt an Meeresfelsen ist immer noch, jetzt aber als Einbahnstraße, zu befahren. Mietwagen empfehlen wir vorher in Deutschland zu buchen – der Wagen wird direkt ins Hotel gebracht und ist zusätzlich noch günstiger!

Tour in den Nordwesten

Camara de Lobos (Fischerdorf), Cabo Girao (höchtes Kap Europas), Ribeira Brava, Paul da Serra (traumhafte Hochebene), vielleicht noch ein kleiner Abstecher nach Rabacal (Fußweg ca. 2 Std.), Porto Moniz (Meeresschwimmbecken u. sehenswertes Aquarium), Seixal (Mittagessen), Sao Vicente (Besuch der Höhlen, Besichtigungen stündlich) und zurück nach Funchal. Dauer je nach Lust und Laune zwischen 5 und 8 Stunden.

 

 

Spezielle Hotelempfehlungen

(nahe Funchal)

Estrelicia ***
(vernünftig, gute Ausstattung)

Vila Ramos ****
(sehr reell, etwas familiärer)

Quinta do Sol ***
(zentral gelegen, etwas älter aber noch ok!)
Pestana Palms Ocean

Apart ****
(unser Geheim-Tipp, direkt am Meer)

Eden Mar/Porto Mare **** (empfehlenswert, gute Lage)

Raga ****
(herrliche Suiten, witziges Bistro!)

Madeira Palacio *****
(sehr elegant, sehr fein)

Außerdem gibt es viele weitere sehr gute Unterkünfte, eine Aufzählung würde diesen Rahmen sprengen. Die Liebhaber kleiner, familiärer Pensionen finden auf Madeira ebenfalls genügend Auswahl – häufig gibt es sogar Angebote inkl. Mietwagen. Tipp: Achten Sie immer darauf, dass ein Kühlschrank im Zimmer ist – wo sonst wollen Sie Ihren trockenen Madeirawein kühlen? Da wir selbst gerne portugiesische Kochkunst zelebrieren, fehlt bei unseren Besuchen auch die Küchenecke nicht. Viele Hotels bieten inzwischen diese Möglichkeiten der zusätzlichen Selbstverpflegung. Trotzdem lieben wir aber die kleineren Restaurants der Insel.

Restaurant-Empfehlungen

Ca’ Te Espero / Funchal
Rua da Casaq Branca 40 (Straße gegenüber Lido), Tipp: Espetada – preiswert und richtig lecker! Ein typisches portugiesisches Restaurant, mit kleiner aber feiner Speisekarte.

Doca do Cavacas / Funchal
Estrada Monumental (Straße hinter den App. Duas Torres, dann viele Stufen direkt unten zum Atlantik – Super-Panoramablick ist garantiert). Tipp: Garnelen-Spieß mit Tintenfisch, gegrillt sowie die vielen Espada-Variationen




Meerwasserschwimmbecken bei Porto Moniz

Tour Ost
Camacha (Korbflechter),Santa Cruz (Straße unter dem Flughafen), Machico (die sogenannte kleine Hauptstadt), Cancial nach Ponta de Sao Lorenzo (mondähnliche, fast unwirkliche Landschaft – idealer Ausgangspunkt für eine ca. 3 Std.-Felswanderung) und über Ponta do Garajau (Christus- Statue ähnlich Rio!) zurück.

Tour Nord-Ost

Ribeira Brava, Sao Vicente, Ponta Delgada (interessante Küste), Santana (Reetdachhäuser), Ribeiro Frio (Forellenzucht), Pico do Arieiro (zweithöchster Berg, Start zur Wanderung zum höchsten Gipfel!), Monte (Kirche, Botanischer Garten, Korbschlittenfahrt, evtl. Seilbahn) und zurück.

Natürlich gibt es viele weitere interessante Touren, Aussichtspunkte etc. – die Insel Madeira bietet enorme Naturschönheiten – nur der Liebhaber feiner Sandstrände kommt normalerweise nicht auf seine Kosten.
Tipp: Tagesausflug zur Nachbarinsel Porto Santo mit kilometerlangen Sandstrand. Auf Madeira weisen die Lavafelsen zum Teil schroff ins Meer, Baden im Atlantik ist häufig Punkten aber über Stufen bzw. Treppen möglich.

Besondere Speisen auf Madeira

Espada
– schwarzer Degenfisch
Tipp: gebacken mit Silberbanane

Lapas – Napfschnecken
Tipp: gegrillt mit Knoblauch und Zitrone

Lulas – längliche Tintenfische
Tipp: gegrillt am Spieß

Espetada – gegrilltes Ochsenfilet am Spieß Tipp: mit Lorbeer und Knoblauch

Neben dem berühmten Madeirawein (siehe nächsten Absatz) wird auf Madeira auch ein interessantes alkoholfreies Getränk produziert: Brisa, eine Maracujalimonade, die fruchtige Erfrischung garantiert.

 

 

Jacquet / Funchal-Altstadt
Rua do Santa Maria 12 (rechts neben der Markthalle) Tipp: sehr rustikale Fischgerichte mit den berühmten hausgemachten Pommes Frites mit frischem Knoblauch. Inzwischen leider schon etwas bekannter, daher angeglichene Preise!
Gavia Novo / Funchal-Altstadt
Rua do Santa Maria 131 (rechts neben der Markthalle) Tipp: Lapas, gegrillt mit Knoblauch – irre gut, ausserdem mittags typische Madeirenser Küche!



Aquario / Seixal

(kurz vor Porto Moniz) Tipp: Fisch, insbesondere Tintenfisch – zwar Touristenlokal, doch wesentlich besser als die Restaurants in Porto Moniz

XAPA Grill /Sao Vicente
(neben dem Restaurant Calamar, direkt an der Hauptstraße) Tipp: Espetada in vielen Variationen, außerdem deftige portugiesische Hausmannskost (Fleisch und Fisch) – hier speisen die Einheimischen!

Allerlei Interessantes in Kurzform

Wir empfehlen die Hauptstadt Funchal in Ruhe zu durchwandern, kleinere botanische Gärten laden zum Verweilen ein. Besuchen Sie die San Francisco Lodge der Madeira Wine Company – Führungen täglich (die Weine können Sie übrigens später in Deutschland exklusiv bei uns erwerben), die Kirchen und die kleineren Kapellen, die verschiedenen Museen und vergessen Sie nicht die Markthalle mit dem enormen Angebot an Früchten und Blumen (der Vormittag ist ideal für den Besuch der Fischhalle, die direkt an die Markthalle anschließt), denken Sie an den Hafen und die Zone Velha (Altstadt) mit ihren vielen verwinkelten uralten Gassen. Von der Altstadt führt jetzt die Seilbahn direkt zum Monte – ein sehenswerter Rundumblick!

 

Madeirawein - einer der größten Dessertweine der Welt

Den Madeirawein gibt es in vier bzw. fünf Rebsorten für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel. Junge Weine (3 – 5 Jahre alt), reifere Qualitäten im Bereich der 10jährigen Alterung und traumhafte Jahrgangsweine – Spezialitäten sogar noch aus den vorigen Jahrhunderten! Der Madeirawein hat eine uralte Tradition und ist eigentlich durch einen Zufall entstanden, da die wochenlange und sehr heiße Fahrt mit dem Schiff den Wein positiv veränderte. Heute unterzieht man die Weine einer künstlichen Wärmebehandlung (Estufa), um den typischen Madeiracharakter zu erreichen.

Sercial: trocken,dry (seco)
Tipp: 5jährige Qualitäten und immer gut gekühlt genießen

Verdelho: halbtrocken, medium dry (meio seco), Tipp: Für die feine Küche

Terrantez: halbtrocken, medium dry (meio seco) Tipp: legendäre Rebsorte, die als ausgestorben galt, inzwischen wieder rekultiviert

Boal: halbsüß, medium sweet (meio doce) Tipp: Der Begleiter am Nachmittag

Malmsey: süß, sweet, (doce) Tipp: je älter, je besser – fruchtige Süße par excellence!

Und zum Schluss der besondere Tipp: Lassen Sie sich bei uns fachlich beraten und profitieren Sie von über 30jähriger Erfahrung. Übrigens, die Auswahl in unseren Geschäften ist inzwischen größer als auf der Insel selbst und manch alte Rarität kostet in Deutschland nur einen Bruchteil!

 

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Alle Fotos von Dirk Lehmitz. Sämtliche Angaben wurden sorgfältig recherchiert und befinden Sie auf dem aktuellen Stand Februar 2006. Für die Richtigkeit der Angaben kann jedoch keine Haftung übernommen werden.

Dirk Lehmitz

Hamburg, Februar 2006